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Konzeption

der Ev. Kindertageseinrichtung Wirbelwind, Am Sender

 

Vorwort

„Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich; der du machst Winde zu deinen Boten.“ (Psalm 104, 1+4)

Liebe Leserinnen und Leser,

im Wirbelwind können die Kinder wehen wie sie wollen. Sie entdecken mit den Erzieherinnen und mit den anderen Kindern die Welt. Sie entdecken sich im Gegenüber zu anderen und zu anderem. Sie sind damit Boten des Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat und der seinen Menschen treu ist. Wenn ich die Kinder im „Wirbelwind“ so wehen sehe, dann kommt mir ein Lob über die Lippen. Sie erinnern mich daran, dass das alles nicht selbstverständlich ist und dass das Leben eingeübt sein will. In unserer Kita „Wirbelwind“ können Kinder das ausprobieren. Sie können sich als quicklebendige Geschöpfe wahrnehmen. Sie können sich spüren als einmalige und unverwechselbare Geschöpfe, als Wirbelwinde, die toben und spielen. Ich lobe meinen Gott, der uns in der Suche nach gelingendem Leben so freundlich begleitet. Ich wünsche, dass die Kinder sich in Liebe und Freiheit entfalten, dass sie sich erleben als einmalige und unverwechselbare Wesen, dass sie hineinwachsen in eine Gesellschaft, wo sich alle bemühen, in Liebe und Freiheit miteinander umzugehen.

Ihr Pastor Stefan König als Vertreter des Trägers  der evangelischen Kita Wirbelwind

A. Rahmenbedingungen im Lebensraum der ev. Kindertageseinrichtung „Wirbelwind“

Träger der Einrichtung:

Ev. Kirchenkreis Siegen - EKiKS;

Koordinatorin: Beate Klein, Tel.: 0271 / 5004-215

Trägervertreter des Rates der Einrichtung: Pastor Stefan König, Pfarrstr. 6, Tel.: 0271 / 51530, Email: nikolaikoenig@cityweb.de

Öffnungszeiten:

Je nach gewählter Buchung der Betreuungszeit:

  • 25 Stunden: 7.30 – 12.30 Uhr
  • 35 Stunden: 7.00 – 12.30 Uhr + 14.00 – 16.00 Uhr, oder 7.30-14.30 Blocköffnung
  • 45 Stunden: 7.00 – 16.30 Uhr

 

 

Aufnahmekriterien:

Mithilfe eines Punktesystems, bei dem „Bonuspunkte“ vergeben werden, werden soziale Kriterien wie Berufstätigkeit, Alleinerziehend, Geschwisterkinder in der Einrichtung und Wohnortnähe (Bezirke der Ev. Nikolai-Kirchengemeinde) berücksichtigt.

Über den „Kita-Navigator“ der Stadt Siegen melden sich Eltern online an. Wir nehmen Kontakt mit allen Eltern auf, um ihnen einen Besichtigungstermin anzubieten. Sobald im Januar eines Jahres feststeht, wem wir gemäß der Aufnahmekriterien eine Zusage erteilen können, teilen wir dies entweder per Post oder über den Navigator per E-Mail mit, schließen die Verträge ab und laden zu einem Informationselternabend ein.

Lage der Einrichtung:

Unsere Kindertageseinrichtung befindet sich in einer Spielstraße zwischen der Waldorf- und der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, sowie der Grundschule Giersberg. Es ist umgeben von Wiesen, Kleingartenverein und einem Wohngebiet. Eine gute Verkehrsanbindung ist gegeben.

Einzugsbereich:

Die Einrichtung wird vorwiegend von Familien aus dem Wohnbezirk Giersberg frequentiert,  jedoch auch von vielen Kindern aus der Stadt Siegen und Umgebung. Gerade durch das Angebot der 45 Stunden und 35 Std.-Blocköffnung wird die Einrichtung stark von berufstätigen und / oder alleinerziehenden Eltern gewählt. Auch unser Angebot der integrativen Arbeit wird wohnortübergreifend in Anspruch genommen.

Räumlichkeiten und Außengelände:

Das Gebäude ist ein Neubau, der im Januar 2015 in Betrieb genommen wurde, ist ebenerdig und verfügt über ein großzügiges Raumangebot. Jede Gruppe ist mit hellen und freundlichen Räumen konzipiert (Neben- und Schlafraum, Sanitärraum, Abstellraum) und mit Kinderküche ausgestattet. Des Weiteren ist ein großer Sportraum vorhanden,

Elternsitzecken im großzügigen Eingangsbereich, Differenzierungsraum, Behinderten- und Personal-WC, Küche mit abgesenkter Arbeitsfläche für Kinder, Personalraum, Abstell- und Wirtschaftsraum.

Das Außengelände, welches im Juli 2015 entstand, verfügt über viele kleine Spiel- und Aktionsmöglichkeiten für die insgesamt 80 Kinder: zwei Sandbereiche jeweils für U3- und Ü3-Anforderungen mit Wasserspielanlage, Fischhütte mit Bootssteg, Feldküche, Spieltische, Naturspielpodest, Gerätekisten, Sonnensegel im U3-Bereich. Der Ü3-Sandbereich ist in 3 Ebenen mit Hilfe von Natursteinen terrassiert und mit Eichenstämmen eingefasst. Weitere Aktionsbereiche: Niedrigseilgarten mit 2-fach-Turnreck, Hängematte, Tauhangelseile, Strickleitersprossen, Schaukeln, Piratenturm mit Rutsche, Kletterrampe, Balancierbalken, Fußballplatz und Spielgerätehaus.

Zusammensetzung der Gruppen:

Die insgesamt 80 Kinder haben eine feste Gruppenzugehörigkeit. Zwölf der jüngsten Kinder sind einer Nestgruppe zugeordnet (0-3 Jahre), die anderen Kinder den 3 weiteren gemischten Gruppen für das Alter von 2-6 Jahren.

Mitarbeiterteam:

Der gesamte Mitarbeiterstamm von z.Zt. 15 Fachkräften (Erzieherinnen, Heilerziehungspflegerin, Dipl. Sozialpädagoginnen und Kinderkrankenschwester) ist den vier Gruppen so zugeordnet, dass i.d.R. 3 Personen pro Gruppe mit Teil- und Vollzeitbeschäftigung für die Kinder zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist für die Mittagsverpflegung (Essensausgabe und Versorgung der Küche und des Wirtschaftsbereiches) eine Wirtschaftskraft angestellt.

 

B. Pädagogische Arbeit

 

  1. Voraussetzungen und pädagogische Ansatz

Richtlinien:

Unsere Institution ist gemäß dem allgemeinen Auftrag nach den Richtlinien des KiBiZ eine sozialpädagogische Einrichtung. Sie hat neben einer Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag als Elementarbereich des Bildungssystems. Unser Auftrag beinhaltet die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, ebenso wie die Förderung der Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes.

Orientierung unserer Arbeit ist ebenso das Qualitätsmanagement des Evangelischen Kirchenkreises Siegen. Unsere Einrichtung ist nach DIN ISO EN 9001 zertifiziert. Weiterhin unterliegen wir der HACCP-Verordnung (Hygieneverordnung).

Schwerpunkt Integration / Inklusion:

Es ist uns wichtig, die jeweilige Lebenssituation des Kindes zu berücksichtigen, um dem Kind zur größtmöglichen Selbständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen, seine Lebensfreude anzuregen und zu verstärken, sodass sich eine tragfähige ausreichende Resilienz entwickeln kann. In Anlehnung an den Inklusionsgedanken sehen wir uns als integrativ arbeitende Einrichtung. Es gehört zu unseren Schwerpunkten, dass jedem Kind, ob altersgerecht entwickelt,  entwicklungsverzögert oder mit gesundheitlichen Einschränkungen belastet eine individuelle Förderung zu Teil kommt.

 

 

Pädagogischer Ansatz:

Die Kinder erleben in der Gruppe unterschiedliche soziale Verhaltensweisen und erarbeiten miteinander und mit Hilfe der Erzieherinnen Problemlösemöglichkeiten. Für die praktische Umsetzung des Erziehungsauftrages ist zu berücksichtigen, dass wir unsere Arbeit als familienergänzend verstehen (und nicht als familienersetzend). Wichtige Voraussetzung hierfür ist deshalb: Eine Vertrauensbasis zwischen Eltern und pädagogischen Mitarbeitenden.

Für die einzelnen pädagogischen Mitarbeiter gestaltet sich die Arbeit auf äußerst vielfältige Weise. Hier gilt es, immer wieder vielseitigen Anforderungen und Ansprüchen gerecht zu werden, Personenkreise zu integrieren und Absprachen zu treffen.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen jedoch die Kinder und das pädagogische Personal, die die Erziehungsarbeit verantwortlich im Zusammenwirken mit den Kindern gestalten. Kinder fordern in ihrer Individualität in ihrem jeweiligen Entwicklungsabschnitt die unterschiedlichsten Fähigkeiten ihrer Bezugsperson. Für die Zeit des Eintritts in die Einrichtung übernimmt die Erzieherin eher eine behütende und fürsorgende Rolle. Im Laufe der folgenden Kindergartenzeit kommt jedoch mehr und mehr die Anleitung und Hilfe zu mehr Autonomie und Unabhängigkeit zum Tragen. Die Entwicklungsabschnitte des Kindes sind fließend und ebenso, wie die gesamte Persönlichkeit des jeweiligen Kindes sehr individuell. Empathie, Achtsamkeit und Differenzierungsvermögen seitens der Fachkräfte sind Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Als Orientierungshilfe dient der Entwicklungsbogen des Qualitätsmanagement.

Ausgangsbasis für unsere pädagogische Arbeit ist immer das Kind und/oder die Gruppe (unter Berücksichtigung der jeweiligen Lebenssituation, der Bedürfnisse, der Interessen, der evtl. Problemsituation usw.). Grundlage unserer Arbeit ist sowohl der Aufbau einer Vertrauensbasis, als auch der entgegengebrachten Wertschätzung. Zwei Säulen unserer Arbeit bilden: Vertrauensbasis und Orientierungshilfen durch Regeln und Grenzen.

Aufgrund des kindorientierten Ansatzes entstehen pädagogische Inhalte zu verschiedenen Themen. An der Entwicklung sind Kinder und Erzieher beteiligt. In den Gesprächen mit den Kindern kristallisieren sich ihre Interessen, ihre Fragen und Sorgen heraus. Die regelmäßige gezielte Beobachtung seitens der Erzieherin gibt Aufschluss über die Persönlichkeitsstruktur des einzelnen Kindes und dessen Ressourcen, aber auch über evtl. Konflikte und Defizite. Die Aufgabe der pädagogischen Kräfte besteht darin, dies reflektierend wahr zu nehmen und an Hand von Praxis- und Fachliteratur und pädagogischem Material zur Themenstellung hin aus zu arbeiten. Des Weiteren bilden anstehende Feste und Feiern, die sich aus dem Jahreskreis und dem Kirchenjahr heraus ergeben eine Ausgangsbasis für weitere Themenstellungen, die je nach Situation angesprochen und erarbeitet werden. An der Themenausarbeitung sind alle Mitarbeiter der Einrichtung gleichermaßen beteiligt. So entsteht ein Ideenpool, aus dem die einzelnen Gruppen individuell schöpfen.

 

Eingewöhnung:

Die Eingewöhnung der neuen Kinder erfolgt,- insbesondere der U3-Kinder – in Anlehnung an das Berliner Modell. Speziell für die kleinsten Kinder in der Gruppe von 0-3 Jahren erfolgt die Eingewöhnung behutsam und individuell:

  • Angebot eines Hausbesuches vor Kita-Beginn
  • Langsame Staffelung der Verweildauer von 1 Std. mit einem Erziehungsberechtigten gemeinsam, dann erfolgen Absprachen über den weiteren Verlauf.

 

In den ersten 2-3 Wochen sollte genügend Zeit von den Eltern eingeplant werden. Es ist zwingend erforderlich, dass ein Erziehungsberechtigter anwesend, bzw. abrufbar ist.

Vor dem Kita-Start erbitten wir, uns einen Aufnahmefragebogen auszufüllen (Qualitätsmanagement), der es uns erleichtert, das Kind näher kennen zu lernen und individueller auf dessen Gewohnheiten und Bedürfnisse einzugehen.

 

Bildungsdokumentation:

Zur Bildungsdokumentation des Kindes gehört die Entwicklungs- und Interessensdokumentation; genannt Portfolio. Ein Ordner, der Eigentum des Kindes ist und von dessen Eltern bereitgestellt wird, spiegelt die Kindergartenzeit und die Entwicklung des Kindes wider. An der Gestaltung des Portfolios sind Kinder, Eltern und Erzieher gleichermaßen beteiligt. Die Kinder entscheiden jedoch über dessen Inhalt.

  1. Zielsetzungen für die pädagogische Arbeit

Um dem Ziel der Persönlichkeitsbildung näher zu kommen, müssen die unterschiedlichsten Erfahrungsbereiche des Kindes angesprochen und miteinander verknüpft werden. Im Folgenden legen wir die jeweiligen Zielsetzungen der Bereiche (Musikerziehung, Spracherziehung, Motorik…) mit all ihren praktischen Möglichkeiten dar, sodass die Inhalte, sowie auch die Methodik unserer Arbeit transparent werden.

 

2.1. Sozialverhalten

Die Kinder erleben eine positive Gemeinschaft und erlernen ein Miteinander von Geben und Nehmen in gegenseitiger Verantwortung

Durch Rollenspiel lernen die Kinder spielerisch, dass sie sich an Regeln zu halten haben, wozu auch gehört, mit Würde gewinnen und verlieren zu lernen.

Das Gemeinschaftsgefühl des einzelnen Kindes wird gefördert, indem u.a. an jedem Tag eine Phase von gemeinsamen Aktivitäten fest integriert ist (z.B. die „Spielkreis“). Auch wird der Geburtstag eines jeden einzelnen Kindes als etwas Besonderes gefeiert. Die Kinder lernen sich gegenseitig innerhalb der Gruppe, als auch gruppenübergreifend kennen, in der eigenen, sowie auch in der anderen Gruppe. Dadurch lernt das Kind sich in eine Gruppe einzugliedern und andere zu respektieren.

Die Erzieherin ist sich bei allem der Vorbildfunktion bewusst: Wir hören einander zu, sind tolerant zu einander und anderen Menschen gegenüber, unsere Umgangsformen sind höflich und wir akzeptieren die Belange des Anderen. Es wird den Kindern ein offenes freundliches Verhalten vorgelebt und ein gemeinsamer Sinn für Ordnung entwickelt.

Die Kinder übernehmen im Alltag eigenverantwortlich Aufgaben wie z.B. Geschirr holen und wegbringen, Beteiligung am Spülen oder das Aufräumen usw. Zur Förderung des Miteinanders vermitteln wir dem Kind, dass es anderen helfen kann, bzw. selbst Hilfe erhält, wenn es sie benötigt. Hierzu gehören Hilfen beim an- und ausziehen, basteln usw. Es ist in der Lage, auch einmal zu Gunsten anderer zu verzichten oder abzugeben.

Durch die Übernahme von verschiedenen Aufgaben wird dem Kind Verantwortungsbewusstsein vermittelt, das ihm hilft, seinen Lebensweg zu beschreiten. Die Kinder erlernen u.a. Umgangsformen bei Tisch. Sie übernehmen auch zeitweise Verantwortung für jüngere Kinder, üben Rücksicht zu nehmen und Konflikte in angemessener Weise zu lösen.

 

2.2. Kunsterziehung

Spezifischer Umgang mit Materialien / vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten:

Die Kinder erlernen den Umgang mit den verschiedenen Materialien wie: Schere, Stifte, Pinsel, Kleber, Nadel, Hammer, Zange…. Durch das Kennenlernen dieser Materialien werden die Sachkenntnisse und der Sprachschatz erweitert.

Dem Kind wird der Wert des Materials vermittelt, ebenso auch der sorgsame Umgang mit ihm. Durch das  Zur Verfügung stellen verschiedener Materialien, ebenso durch die Vermittlung der unterschiedlichsten Techniken erhalten die Kinder die Möglichkeit, ihre individuelle kreative Ausdrucksform zu finden. Die Kinder lernen verschiedene Möglichkeiten der Gestaltung kennen: mit knetbarem Material formen und modellieren, Papier bekleben, zerreißen, bemalen, falten, sowie auch verschiedenste andere Materialien (Rest- und Naturmaterialien) auf unterschiedlicher Weise verarbeiten.

Die Sachkenntnisse im Kunstbereich liegen hier in der Begegnung mit Künstlern z.B. in Bilderbüchern, sowie den Kenntnissen über Farben, helle und dunkle Kontraste, Grund- und Mischfarbenreihe.

 

 

 

Ästhetische Bildung als Möglichkeit des Kindes, sich auszudrücken:

Durch den Ausdruck ihrer Gefühle im künstlerischen Bereich lernen die Kinder Freude, Glück, Angst, Trauer… zu äußern und zu verarbeiten.

Wir vermitteln den Kindern Wertschätzung der eigenen Arbeit. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, die Arbeit anderer Kinder und die der Erwachsenen zu schätzen, zu respektieren und anzuerkennen.

Lieder, Geschichten und Erlebnisse werden von Kindern gerne in künstlerischer Weise umgesetzt. Diesem Bedürfnis kommen wir in der Einrichtung nach, um dem Kind die Freude am Ausprobieren und Experimentieren zu erhalten und zu fördern.

 

2.3. Spracherziehung

Kinder haben Freude daran, sich zu äußern und lernen angemessen mit Sprache umgehe

Kinder haben Selbstvertrauen und Spaß an Lauten, Tönen, Rhythmik, Reimen und Wiederholungen. In der Einrichtung wird angemessen auf die Anliegen der Kinder eingegangen. Dadurch, dass die Erzieherinnen zu den Kindern ein Vertrauensverhältnis aufbauen, fühlen sich Kinder in ihrer Situation verstanden und in ihrer Persönlichkeit angenommen. Die Kinder werden im emotionalen Bereich gefördert und haben so den Mut, Gefühle zu äußern und Entscheidungen zu formulieren. Die Kinder hören sich Geschichten an, was sie zum Nachdenken und Nacherzählen anregt.

Sie können zuhören und sich sprachlich äußern. In dem von Akzeptanz geprägten Rahmen wissen die Kinder sich ernst genommen. Ebenso fördern auch die guten Sozialkontakte das Sprachverhalten. Die Kinder können ungehemmt Sprache ausprobieren und damit spielen, sie geben Erlebtes, Gesehenes, Gehörtes wieder, äußern eigene Vorstellungen und Wünsche. Sie bringen sich in Rollenspielen ein und beteiligen sich konstruktiv an Gesprächen.

Kinder gewinnen ein Gefühl für Lautstärke und Sprachgeschwindigkeit. Ihre Belange lernen Kinder verbal zu vermitteln und auch ihre Konflikte zunächst verbal zu lösen. Angemessene Umgangsformen werden so erfahren und erlernt.

Neugier und die Bereitschaft Neues zu lernen ist den Kindern eigen. In der Einrichtung wird auf Sprachauffälligkeiten eingegangen, wobei die Eltern in Gesprächen mit einbezogen werden. Liegt u.E. ein logopädisches Problem vor, so empfehlen wir, eine entsprechende Behandlung. Gerne stehen Erzieherinnen und Integrationsfachkräfte in Kontakt mit der Logopädin um Erfahrungswerte auszutauschen. Dies geschieht ausschließlich mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern. Die Sprachförderung in der Einrichtung geschieht alltagsintegriert. Die Fördermaßnahmen werden mithilfe von gesondertem pädagogischem Material auf die jeweilige Problematik des Kindes abgestimmt.

Kinder erlernen den Umgang mit Körpersprache, sowie Mimik und Gestik und lernen, ihre Anliegen und Grenzen zu äußern. Sie können Erklärungen und Regeln verstehen, umsetzen und weitergeben. In der Tageseinrichtung haben die Kinder gute sprachliche Vorbilder durch Personen und Medien. Unverständliche Inhalte werden hier entwicklungsgemäß in die Realität de Kindes übersetzt. Die Kinder formulieren konkrete und vollständige Sätze und erweitern so ihre Sprache.

 

2.4. Religionspädagogik

Mit Gott leben jeden Tag

Die Kinder erfahren Annahme und Bestätigung ihrer Persönlichkeit durch trösten, schützen, lachen, Gespräche und Ermutigungen. Sie erleben die Erzieherinnen als Vorbild mit Stärken und Schwächen. Auch das freie Beten (z.B. vor dem Mittagessen) lässt Kinder erkennen, dass sie in Gott ein persönliches und freundschaftliches Gegenüber haben, dem sie Wichtiges anvertrauen dürfen. Kinder freuen sich an einfachen alltäglichen Dingen, an dem Wesentlichen und am Dasein überhaupt.

Durch die Vermittlung von Wertmaßstäben vollzieht sich bei den Kindern eine Gewissensbildung, die den Kindern im Alltag eine Orientierungshilfe bietet und hilft, in unterschiedlichen Situationen Stellung zu beziehen. Kinder hören sich Geschichten an, wobei die Sprache der Bibel von den Erzieherinnen verständlich und nachvollziehbar gemacht wird. Kind und Erzieherin erarbeiten die Inhalte gemeinsam und übertragen sie auf die Lebenssituation des Einzelnen. Möglichkeiten der Vermittlung und Vertiefung sind u.a. Erzählendes Gestalten mittels Bodenbilder, Rollenspiele, Lieder und Mal- und Bastelaktionen.

Die Kinder besuchen und gestalten zweimal jährlich einen Kindergartengottesdienst, der von allen 3 Einrichtungen der Nikolai-Kirchengemeinde gemeinsam gestaltet wird. Vorbereitend trifft sich das Gremium des Kita-Ausschusses (Presbyter, Pastor, Kita-Leitungen) um das jeweilige Programm zu erarbeiten.

In der Einrichtung feiern die Kinder gemeinsam kirchliche Feste, ebenso wie Geburtstage. Durch die Vielfalt der Vorbereitungsmöglichkeiten entsteht Vorfreude auf die Feste und Freude an Festen überhaupt.

2.5. Motorik

Die Kinder entwickeln vielseitige Bewegungsabläufe und werden darin unterstützt, körperliche und seelische Gesundheit zu stabilisieren

Voraussetzung für alle motorischen Entwicklungen ist die Erhaltung der Bewegungsfreude, der Neugierde und die Bereitschaft zur Aktivität. Wichtig ist hier, dem Bewegungsdrang des Kindes entgegen zu kommen und sein Bedürfnis durch kindgerechte Spiel- und Bewegungsangebote, - z.B. Spiel im Freien, Sport, Psychomotorik oder Bewegungsbaustelle -zu befriedigen. Somit haben Kinder die Möglichkeit, ihren Körper und seine Möglichkeiten kennen zu lernen. Sie gewinnen so Vertrauen in die eigenen motorischen Fähigkeiten, was eine realistische Selbsteinschätzung zur Folge hat.

Durch selbst bestimmtes Experimentieren und Erforschen, durch Handeln und Wahrnehmen erschließen sich den Kindern die Eigenschaften von Geräten und Materialien. Begriffe wie Schwung, Gleichgewicht, Beschleunigung, Schwerkraft sind unmittelbar mit dem eigenen Tun beim Schaukeln, Rutschen, Klettern, Rollen und Springen verbunden.

Beim Gestalten mit den Händen, also beim Malen, Schneiden, Basteln oder Kneten entwickeln die Kinder feinmotorische Bewegungsabläufe.

Ein großer Schwerpunkt ist die Haltungsförderung, welche von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Z.B.:

  • anatomische Faktoren (z.B. Wirbelsäulenform, Fußform, Skelettentwicklung)
  • physiologischen Faktoren (z.B. Leistungsfähigkeit der Muskulatur, Ernährung)
  • sozialen Faktoren (z.B. Mode, Erziehung)

 

Toben und Rennen sind wichtig für die körperliche und seelische Entwicklung der Kinder. Es regt das Herz-Kreislaufsystem an, trainiert die Muskulatur, verbessert die Koordination und fördert die Sprachentwicklung. Die befreiende Wirkung von Bewegung äußert sich u.a. in verlängerten Konzentrationsphasen, besserer Wahrnehmungsverarbeitung und weniger Aggressivität.

Die Kinder haben die Möglichkeit, die Dinge ihrer Umwelt mit allen Sinnen zu erfahren (sehen, hören, riechen, betasten…). Sie werden zur Eigenaktivität motiviert. Dies geschieht z.B. in dem die Kinder etwas gemeinsam tun, mit- und gegeneinander spielen, sich mit anderen absprechen, nachgeben und sich durchsetzen. Im gemeinsamen Tun wetteifern und vergleichen sich Kinder miteinander, es werden sowohl Siege verarbeitet, als auch Niederlagen ertragen.

In der Einrichtung stellen die Kinder mit ihrem Körper etwas Eigenes her und bringen etwas Eigenes hervor (z.B. tanzen). Auch können Gefühle wie Lust, Freude und Erschöpfung in Bewegung erfahren werden.

 

2.6. Musikerziehung

Die Freude an der Musik bewirkt eine ganzheitliche Förderung des Kindes

Klatschen, stampfen, kratzen, schnipsen, schnalzen, pfeifen, klopfen usw. erzeugen Töne, die Kinder oft unbewusst einsetzen. Wir zeigen auf, wie und wann man sie auch bewusst einsetzen kann, z.B.: klatschen, um ein Lied lebendiger zu gestalten oder um den Sprachrhythmus zu erfassen, bzw. zur Unterstützung von Silbensegmentierungen.

Die Kinder experimentieren und spielen mit verschiedenen Instrumenten und lernen so die Eigenschaften und Namen kennen. Ebenso wird mit der eigenen Stimme experimentiert, was bei Kindern ein sehr breites Spektrum erfasst, in der Regel über drei Oktaven.

Der CD-Player gehört beispielsweise bereits für die Kinder zum alltäglichen Umgang und auch wir benutzen diese Hilfsmittel, wobei die Kinder nicht ausgeschlossen werden, sondern sie dürfen, bzw. sollen erlernen, diese Geräte zu bedienen.

Bei allen benannten Dingen ist es wichtig, dass die Kinder nie den sachgerechten Umgang vergessen, z.B. nicht so fest auf die Trommel schlagen bis sie kaputt geht oder so lange singen bis die Stimme versagt.

Die Kinder singen verschiedene ihnen bekannte Lieder. Das Singen fällt aber immer verschieden aus, z.B. mal hoch, mal tief, laut oder leise, schnell oder langsam, traurig oder fröhlich. Sie lernen viele verschiedene Spiel- und Bewegungslieder kennen, ebenso Geschichten durch Verklanglichungen lebendig darzustellen. Die Kinder hören Geräusche und Töne und können diese dann benennen zu zuordnen.

Sie haben Freude an Musik und bewegen sich nach ihren eigenen Empfindungen. Kleine Tänze werden mit den Kindern erarbeitet und anschließend gegebenenfalls aufgeführt.

Die Kinder malen und gestalten mit unterschiedlichen Techniken zur Musik, wobei sie ihren ureigensten Gedanken Ausdruck verleihen können, ohne dass jemand sie kritisiert. Gefühle können mit Hilfe von Musik ebenso dargestellt werden. Hierzu können verschiedene Instrumente von den Kindern entwickelt und gebaut werden, wie z.B. Klanghölzer, Becher-Rasseln usw.

 

2.7. Naturbegegnung

Kinder erleben sich als Teil der Natur

Kinder lernen unterschiedliche Pflanzen und Tiere ihrer Umgebung kennen, ebenso die verschiedenen Jahreszeiten und Witterungen; auch Naturkreisläufe unterschiedlichster Art, sowie einfache ökologische Zusammenhänge. Anschauungs- und Experimentiermaterial ist vorhanden und wird entsprechend eingesetzt. Auf Exkursionen kann die nähere Umgebung erforscht werden, ebenso werden durch die regelmäßige Bewirtschaftung eines eigenen Gartens in der nahegelegenen Kleingartenanlage eigene Erfahrungen gesammelt und vertieft.

Die Kinder haben die Möglichkeit, die Natur mit all ihren Sinnen, wie schmecken, tasten, hören, riechen und sehen, zu entdecken. Sie erfahren die Natur bei jedem Wetter, wofür es wichtig ist, dass sie entsprechende Kleidung im Kindergarten zur Verfügung haben (Matschhose, Gummistiefel werden von den Eltern mitgebracht). So können die unterschiedlichsten Entdeckungen in der Natur gemacht werden, z.B. Regenwürmer sind bei Regen sehr aktiv, Schmetterlinge fliegen lieber bei Sonnenschein, Tierspuren im Schnee usw. Es werden pro Jahr 2 Waldwochen eingeplant, durch die die Erfahrungsmöglichkeiten durch unterschiedliche Lebensräume erweitert werden.

Durch die Identifikation der Kinder mit der Natur wächst die Wertschätzung zu ihr. Die Kinder lernen, dass es wichtig ist, Lebenserhaltendes zu bewahren, statt die Natur sinnlos zu zerstören. Respektvoller Umgang und Schutz gegenüber der Umwelt wird eingeübt (z.B. durch Müllsammelaktionen).

Die Kinder erlernen einen nachhaltigen und  sorgsamen Umgang mit Wert- und Rohstoffen, es wird bei uns in der Tageseinrichtung z.B. der Müll getrennt und alte Schachteln, Dosen usw. zum Basteln genommen.

Die Kinder erleben Erholung und Regeneration beim Spiel in der Natur. Die lebensspendende Wirkung und die Kraft der Natur wird bereits von den Kindern erfahren. Die Fantasie und Kreativität der Kinder wird geweckt. Naturmaterialien, wie z.B. Blätter, Blumen, Tannenzapfen werden gesammelt, um damit zu experimentieren, zu bauen, zu gestalten oder aber auch zu konstruieren.

 

2.8 Integration/ Inklusion von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf

 

Im Sinne der Inklusion, sehen wir das Recht jeden Kindes auf Zugehörigkeit und Teilhabe am Leben.

Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen leben, lernen, spielen und heranwachsen. Soziale Kompetenzen wie z.B. Toleranz und Empathie  werden so natürlich und alltagsintegriert gefördert. Ebenso wird durch die inklusive Arbeit jedem Kind ermöglicht wohnortnah eine Kindertagesstätte zu besuchen und in seinem gewohnten Umfeld zu bleiben.

Unterstützt wird das Gruppenteam durch Integrationsfachkräfte, die mithilfe eines Förderplans für Kinder mit erhöhten Förderbedarf, Entwicklungsverzögerung oder Kinder mit Behinderung ressourcenorientiert arbeiten.

 

Die Arbeit als Integrationsfachkraft beinhaltet, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrzunehmen und individuell zu fördern. Dies geschieht sowohl  innerhalb als auch außerhalb der Gruppe.

Ein wichtiger Schwerpunkt der integrativen Arbeit liegt im sozial integrativen Bereich.

Für differenzierte Förderung steht ein Raum mit verschiedenen Materialien zur Verfügung. Er ermöglicht intensive Einzel- oder Kleingruppenarbeit.

 

 

In Zusammenarbeit mit dem gesamten Team, Therapeuten, Ärzten und in Kooperation mit den Eltern kann die Entwicklung des Kindes bestmöglich gefördert werden.

Als Arbeitsgrundlage dient den Integrationsfachkräften das Beobachtungsverfahren von „Quint“ (Qualitätsmanagement für Integration).

 

  1. Elemente eines Tagesablaufes

 

Den im Folgenden aufgeführten Elementen des Tagesablaufes wird eine gleichwertige Bedeutung beigemessen.

3.1. Freispiel

Mit Freispiel wird eine bestimmte Zeitdauer und eine bestimmte Situation in der Kindertageseinrichtung bezeichnet, während der die Kinder selbst entscheiden können, wo, was, mit wem und mit welchen Materialien es spielen möchte. Ebenso kann es selbst den Spielverlauf, die Dauer des Spiels, die Intensität und das Tempo der Tätigkeit bestimmen.

Das Kind möchte aus innerem Drang heraus tätig sein. Es braucht also eine Umgebung, in der es diesem Tätigkeitsdrang in freier und selbständiger Weise nachgehen darf. Im Spiel ist das Kind mit all seinen Fähigkeiten aktiv. Es muss sich konzentrieren, es handelt und beobachtet die Wirkung seines Handelns, es entdeckt Zusammenhänge, es erfährt physikalische Eigenschaften der Dinge, es erlebt das Miteinander mit anderen Spielkameraden und ist dadurch emotional und sozial gefordert. Nur auf der Basis der eigenen Erfahrung kann das Kind sich sein Weltbild und auch Selbstbild aufbauen. Es ist die kindliche Form der Auseinandersetzung mit dem Leben.

Ebenso ist das Spiel neben der Zeichnung und der Sprache eine Darstellungsfunktion. Es wird auch als „Sprache des Kindes“ bezeichnet. Das Kind kann persönliche Erlebnisse, Eindrücke, Schwierigkeiten auf seine Weise darstellen und in der aktiven Auseinandersetzung (z.B. in Rollenspielen) verarbeiten.

Die Aufgabe des Erziehers ist es u.a., wenn nötig, Spiele und Spielinhalte anzubahnen, Hilfestellung zu bieten, z.B. bei der Umsetzung von Spielideen oder in Konfliktsituationen, einzelne Kinder zu fördern und die vielfältigen Abläufe zu beobachten.

3.2. Frühstück

Während des Freispiels können die Kinder in den Gruppen von 2-6 Jahren an einem separaten Frühstückstisch bis Ende des Freispiels frühstücken. Sie entscheiden selbst, wann sie frühstücken möchten und organisieren sich in der Regel (je nach Alter der Kinder) selbst. Dies beinhaltet die Gedankengänge: „Möchte ich jetzt essen, oder unterbreche ich später mein Spiel?“, „Ist gerade ein Platz am Tisch frei?“, „Mit wem möchte ich denn heute am Tisch sitzen?“, „Ich muss noch mein Geschirr holen (wegbringen)“, „In welchen Mülleimer gehören meine Abfälle?“, „Habe ich alles eingepackt und meinen Platz sauber gemacht?“ usw. Sollten Kinder so sehr in ihr Spiel vertieft sein, dass sie von alleine nicht an das Frühstücken denken, so werden sie von den Erziehern daran erinnert. Die Erzieher sorgen dafür, dass alle Kinder gegessen haben. Allerdings wird das Sättigungsgefühl eines jeden Kindes berücksichtigt. Eltern, wie Mitarbeiter achten in unserer Einrichtung auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Einmal pro Woche findet in den Gruppen ein gemeinsames Frühstück statt. Zu einem im Voraus benannten Thema bringen die Eltern Zutaten mit, sodass mit den Kindern gemeinsam das Frühstück zu bereitet werden kann.

Die Kinder bringen keine eigenen Getränke von zu Hause mit, sondern bekommen von der Einrichtung Mineralwasser, Tee und Apfelsaftschorle gestellt. Die Eltern beteiligen sich,- ebenfalls organisiert durch die Hinweiszettel für die Zutaten -, reihum an der Bereitstellung der Getränke.

3.3. Pädagogische Angebote

Hierunter fallen: Bilderbuchbetrachtungen, Liedeinführungen, Spezifische Förderungen der Vorschulkinder, Kindertänze, Experimente, Sport, Gespräche usw.

Die Kinder erhalten hier eine spezielle Förderung in den verschiedensten Bereichen (z.B. Motorik, Sprache usw.). Es handelt sich hierbei um konzentrierte Beschäftigungen in Kleingruppen (entweder im Gruppennebenraum, oder gemäß Absprache gruppenübergreifend). Unter anderem wird hier spezifisches Sachwissen vermittelt. Die Motivation der Kinder zu neuen Erfahrungs- und Erlebnisbereichen wird gefördert, ebenso die Teamfähigkeit, die im gemeinsamen Erarbeiten von Projekten gefordert wird.

3.4. Stuhlkreis:

Gemeinsam mit den Kindern oder aber für die Kinder wird der Gruppenraum so umgestaltet, dass alle Gruppenmitglieder sich in einem Kreis zusammenfinden können. Die Zeit, die Dauer und der Inhalt dieses Tagesabschnittes hängt vom Rahmen der jeweiligen Tages- oder Gruppensituation ab. Dieser Abschnitt des Tages fördert noch einmal im Besonderen das Gemeinschaftsgefühl, was jedoch neben der Freude am gemeinsamen Tun auch wieder das Einhalten von Regeln (z.B. ausreden lassen) beinhaltet. Weiterhin ist es der Ort, an dem gemeinsam über angefallene Konflikte beraten, oder aber Erlebtes berichtet wird.

3.5. Flexible Abholphase

Nachdem der Vormittag um 12.00 Uhr in den jeweiligen Gruppen im Stuhlkreis gemeinsam beendet worden ist, werden die Kinder entweder auf dem Spielplatz oder im Gruppenraum bis 12.30 Uhr betreut. Während dessen werden die Kinder mit einer 25 Std. und 35 Std.-Buchung mit geteilter Öffnungszeit abgeholt. Die Kinder mit einer 35 Std.-Blocköffnungszeit werden zwischen 14.00-14.30 Uhr abgeholt. Ebenfalls ist die Zeit zwischen 14.00 – 16.00 Uhr so flexibel gestaltet, dass auch hier die Kinder mit einer 45 Std.-Buchung nach der Mittagsruhe abgeholt werden können.

Bevor die Kinder abgeholt oder beim Bringen übergeben werden, muss eine Kontaktaufnahme mit einer Mitarbeiterin der jeweiligen Gruppe erfolgen. Damit die Aufsichtspflicht und die Sicherheit des Kindes gewährleistet sind, ist ein persönliches Verabschieden und Begrüßen zwingend erforderlich! Beim Verlassen der Einrichtung ist das Tor zu schließen.

Während der Randzeiten in der Bring- und. Abholphase werden zeitweise die Kinder auch gruppenübergreifend betreut.

3.6. Mittagessen

Das Essen wird vom Essensanbieter geliefert. Es besteht für uns die Auswahlmöglichkeit zwischen zwei Menüs. Dabei werden die Wünsche der Eltern (aufgrund einer religiösen Anschauung oder aus gesundheitlichen Gründen) mitberücksichtigt.

Das Mittagessen nehmen die Kinder in ihren eigenen Gruppenräumen ein, sodass in kleiner Runde eine familiäre Atmosphäre ermöglicht werden kann.

3.7. Mittagsruhe

Die jüngeren Kinder haben in den jeweiligen Schlafräumen eigene Betten oder Liegepolster als Ruhemöglichkeit. Die älteren Kinder verbringen die Mittagspause in ruhiger Atmosphäre in den Gruppenräumen. Als Einschlaf- und Entspannungshilfe werden entweder Geschichten vorgelesen oder ruhige Musik oder Hörspiele angehört.

3.8. Der Nachmittag

Nach der Mittagsruhe ist die Einrichtung für die weitere Betreuung der 45 Std.-Kinder und rückkehrende 35 Std.-Kinder von 14.00-16.00 Uhr, ab 8/2015 bis 16.30 Uhr geöffnet. Während dieser zweiten Freispielphase können die Kinder ihren eigenen Interessen nach gehen, oder an angebotenen Beschäftigungen teilnehmen.

 

3.9. Regelmäßig stattfindende pädagogische Angebote:

Regelmäßig stattfindende pädagogische Angebote sind:

  • Sport                                 in jeder Gruppe 1x pro Woche

 

  • Musikalische Früherziehung  1x in der Woche per Kooperationsvereinbarung mit der

                                             Fritz-Busch-Musikschule (Möglichkeit für die 4-5 jährigen)                   

  • „Maxiclub“                           Förderung der Schulanfänger an einem bestimmten

       Wochentag

 

  • Religionspädagogik               gruppenintern entsprechend des Rahmenplanes
  • Waldwochen                         2x jährlich in den Gruppen der 2-6 jährigen Kinder
  • Gemeinsames Singen             1x pro Woche
  • Kindergarten-Gottesdienste    2xjährlich                                                                                                                                                                                                                      Während der Waldwochen sind die Kinder witterungsentsprechend gekleidet und nehmen beim Aufbruch um 9.00 Uhr ihre Taschen mit dem Frühstück mit. Das pädagogische Personal trifft  Vorkehrungen für die Situation vor Ort und für Notfälle. Zum Gepäck gehören: Müllbeutel, Erste-Hilfe-Tasche, Ersatzkleidung, Toilettenpapier, Adressliste und Handy. Ferner werden die Kinder gebeten, zur Reinigung der Hände vor dem Frühstück enen feuchten Waschlappen mit zu bringen.

 

  1. Regeln in unserer Tageseinrichtung

 

Grundsätzlich gilt für uns. Regeln und Grenzen werden als Orientierungshilfen für das Kind

eingesetzt! Wir setzen Grenzen, wenn:

  • Gefahr droht (z.B. Kind könnte vom Baum fallen, Kind könnte sich und andere verletzen)
  • das Miteinander in der Gruppe „gefährdet“ ist (z.B. wenn die Freiräume anderer eingeschränkt werden)
  • und zum Schutz der eigenen Belastbarkeit und die des Kindes (z.B. „Mir ist es zu laut!“ „Ich möchte mit diesem Kind alleine spielen!“)

 

4.1. Regeln betreffend den äußeren Rahmen / Aufsichtspflicht

Nicht nur gesetzliche Vorgaben, sondern auch die räumlichen und personellen Bedingungen geben den Rahmen für aufgestellte Regeln vor. Um den Ablauf des Alltages so reibungslos und konfliktfrei, wie möglich zu halten, müssen sich alle Beteiligte an verbindliche Abmachungen halten.

Regeln für Eltern

  • Auf dem Weg zur Einrichtung sowie auf dem Nachhauseweg liegt die Aufsichtspflicht bei den Eltern. Sie geht bei Ankunft des Kindes in der Einrichtung auf den Träger über. Dabei müssen sich die Eltern vergewissern, dass jemand die Ankunft und Abholung  ihres Kindes wahrgenommen hat.
  • Einhalten der Vertragsbedingungen (z.B. ärztl. Bescheinigung bei ansteckenden Krankheiten)
  • Bringzeit von 7.00 – 9.00 Uhr, danach wird die Haustür abgeschlossen.
  • Öffnungszeiten und Schließungstage
  • Ruhezeit von 13.00 – 14.00 Uhr, während dessen ist kein Abholen oder Bringen möglich
  • Hospitation der Eltern nur nach Absprache
  • flexible Abholzeiten  zwischen 12.00 – 12.30 Uhr und für Kinder mit 45 Std. von 14.00 – 16.30 Uhr, oder nach dem Mittagessen um 13.00 Uhr.
  • Die telefonische Abmeldung eines Kindes bei Krankheit und Urlaub
  • Kinder dürfen nur alleine nach Hause gehen, wenn die entsprechende Einverständniserklärung der Eltern vorliegt.
  • Kinder müssen der Witterung entsprechend gekleidet werden („Buddelhose“, Regenjacke, Gummistiefel)
  • Kinder turnen in entsprechender Turnbekleidung, die in einem Turnbeutel die Woche über an der Garderobe hängen bleibt und lediglich zum Waschen und Auswechseln mit nach Hause genommen wird.
  • Auf die Vollständigkeit und Einsatzfähigkeit des sich im Kindergarten befindenden Eigentums wird selbst geachtet.
  • An Festen und Feiern, sowie an anderen Eltern-Kind-Veranstaltungen liegt die Aufsichtspflicht bei den Eltern.

 

 

Regeln für Kinder

  • Kinder melden sich ab, wenn sie den Gruppenraum verlassen (z.B. für den Toilettengang, oder um ein Kind in einer anderen Gruppe zu besuchen oder in anderen Räumen zu spielen)
  • Ruhezeit von 13.00 – 14.00 Uhr
  • Während der Bringzeit ist kein Spielen im Flur erlaubt
  • aus Sicherheitsgründen ist Turnen und Klettern im Waschraum zu unterlassen, ebenso wie das Ballspielen im Flur
  • das Spielen im Büro ist nicht gestattet
  • Kinder dürfen sich frei in einem geschützten Bereich im Außengelände bewegen

 

Regeln für Erzieherinnen

  • Die Übernahme der Aufsichtspflicht beginnt sobald eine Fach- oder Ergänzungskraft das Kind an der Gruppentür persönlich in Empfang genommen hat und endet mit Abholen des Kindes durch den Erziehungs- und Sorgeberechtigten mit zu voriger Abmeldung bei einer Gruppenmitarbeiterin. Soll ein Kind von einer weiteren Person abgeholt werden, so benötigen wir eine schriftliche Einverständniserklärung seitens der Eltern. Die Art und der Umfang der Aufsicht sind abhängig von der Individualität des Kindes und den objektiven Gegebenheiten der Situation. So kann es durchaus sein, dass eine kleine Gruppe von Kindern unbeaufsichtigt in einem anderen Raum oder in einem Bereich des Außengeländes spielen kann, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind, wie z.B. die persönliche Reife der Kinder, Beseitigung von besonderen Gefahrenquellen und die Kenntnis von Regeln und getroffenen Absprachen.
  • die Erzieherinnen nehmen regelmäßig an Dienstbesprechungen teil
  • die Dienst- und Arbeitszeiten sind verbindlich
  • die Verschiebung von Dienst- und Arbeitszeiten, die Urlaubsregelung, sowie der Abbau von Mehrstunden ist mit der Leitung und dem Gruppenpersonal abzusprechen, evtl. auch im Gesamtteam zu beratschlagen
  • die Aufgaben im Rahmen des aufgestellten Dienstplanes (Küchendienst, Betreuung während der Ruhezeit, Altpapierentsorgung bzw.) sind selbstverständlich wahrzunehmen und gewissenhaft auszuführen
  • die jeweilige Dienstanweisung durch den Träger der Einrichtung ist verbindlich.

 

4.2. Allgemeine Gruppenregeln

  • In den gemischten Gruppen wird während der Freispielphase gleitend gefrühstückt
  • Einmal in der Woche ist gemeinsames Frühstück. Hierfür wird in den Gruppen ein Frühstücksbuffet zu einem jeweils bestimmten Thema gemeinsam mit den Kindern erstellt.
  • die Kinder putzen sich nach dem Mittagessen die Zähne (gemeinsame Aktion)
  • die Kinder tragen Verantwortung für Geschirr und Spielmaterial (selbständiges Holen und Wegräumen)
  • die Kinder beteiligen sich an kleinen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (Tische abwischen, Teewagen in die Küche bringen, Geschirr spülen nach dem Frühstücken).
  • Absprachen sind einzuhalten
  • auf andere Kinder ist Rücksicht zu nehmen
  • das Klettern auf Möbel und Fensterbänke ist nicht gestattet
  • die Kinder haben Hausschuhe an
  • das Betätigen der Jalousien ist nicht gestattet.

 

C. Personalentwicklung

Zielsetzungen und Formen unserer Zusammenarbeit

 

  1.  Die Rolle des einzelnen Mitarbeiters

Jeder Mitarbeiter dieser Tageseinrichtung leistet mit persönlichem Engagement Anteil an der gesamten pädagogischen und organisatorischen Arbeit. Die Fachkräfte, wie auch die Ergänzungskräfte zeigen Freude am Beruf, Einsatzbereitschaft, sind zuverlässig und pünktlich, bringen ihre eigene Persönlichkeit ein und haben Mut Neues auszuprobieren. Um Neues zu lernen und ausprobieren zu können, streben wir nach bestmöglicher Qualifikation. Dies setzt die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen voraus. Wir informieren uns über verschiedene pädagogische Erziehungsmodelle und arbeiten mit anderen Institutionen zusammen. Um Qualität in der Tageseinrichtung zu gewährleisten, reflektieren wir in gemeinsamen Dienstbesprechungen regelmäßig kritisch unsere eigene Arbeit.

2. Das Miteinander im Team

Unser Team setzt sich aus den unterschiedlichsten Persönlichkeiten der pädagogisch tätigen Kräfte zusammen. Der Umgang untereinander ist von offener und ehrlicher Zusammenarbeit geprägt. Hier werden Fehler und Schwächen anderer Teammitglieder respektiert. In dieser vertrauensvollen Umgebung können wir Fehler und Schwächen gegenseitig eingestehen, sind nicht nachtragend, können vergeben, private Anliegen werden vertraulich behandelt. Außerdem werden gemeinsame Ausflüge unternommen. Die pädagogische Arbeit der anderen Teammitglieder werden achtvoll und wertschätzend gesehen, dazu helfen wir einander, nehmen Anteil und zeigen gegenseitige Anerkennung.

In unseren Teamsitzungen können Praktikantinnen/ten von ihrem Mitspracherecht Gebrauch machen. Ebenfalls üben wir untereinander konstruktive Kritik, die jeder einzelne als Hilfe verstehen kann.

3. Teamentwicklung

Um die Qualität der pädagogischen Arbeit kontinuierlich zu gewährleisten und den Mitarbeiterinnen die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie brauchen, findet 1x jährlich ein Personalentwicklungsgespräch zwischen jedem einzelnen Mitarbeiter und der Leitung statt. Ziel ist es, die eigene Arbeit zu reflektieren, eine aktuelle Standortbestimmung zu formulieren und konkrete Ziele zu erarbeiten.

Alle Mitarbeiter nehmen jährlich an Fortbildungen teil, die die eigenen Kompetenzen erweitern und für die Einrichtung eine Bereicherung darstellen. Das Lesen von Fachliteratur ist selbstverständlich.

4. Die Kommunikation

Die Kommunikation und der „Umgang“ untereinander ist zu aller Zufriedenheit. Alle Teammitglieder stehen im Austausch über die gesamte Arbeit in der Einrichtung und fühlen sich gleichermaßen in die Verantwortung gezogen. Unsere Teamgespräche und Einzelgespräche sind vertrauensvoll.

5. Ergänzung der Mitarbeiter

Wir ergänzen uns mit unseren Fähigkeiten, mit unserem Wissen und Begabungen zum Wohle des Kindes. Die Ergänzungen untereinander zeigt sich in der Mitverantwortung aller Teammitglieder,- es wird keiner im „Stich“ gelassen. Wir Teammitglieder verstehen uns als gleichwertig und gleich wichtige Partner, sind flexibel für die Belange des anderen und treten als Team auf.

6. Die Organisation im Team

Das Mitarbeiterteam organisiert gemeinsam, dazu übernimmt jedes Mitglied eigenverantwortlich seinen Aufgabenbereich und steht mit den anderen Teammitgliedern in regelmäßiger Interaktion über die zu organisierende Arbeit. Das Gruppenteam trifft sich einmal wöchentlich zur Gestaltung des Wochenplanes, das Gesamtteam einmal im Monat, um über Aktuelles zu beratschlagen. In Problemsituationen wird gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. 1x wöchentlich findet ein Treffen zwischen den Gruppenleitungen und der Einrichtungsleitung statt.

Um gemeinsam organisieren zu können, haben wir Transparenz geschaffen; alle Informationen sind für die Teammitglieder zugänglich. Sie erhalten Einblick in den Verwaltungs- und Organisationsbereich der Leitung der Einrichtung. Erhaltene Informationen werden direkt ans Team weiter gegeben. Wichtige Maßnahmen werden mit Selbstverständlichkeit sofort ergriffen.

 

 D. Zusammenarbeit mit Eltern

Zielsetzungen und Formen der Zusammenarbeit

 

  1. Kommunikation

Da wir unsere Arbeit in der Einrichtung als familienergänzend und – unterstützend sehen, ist uns an einem regelmäßigen und beständigen Kontakt zu den Eltern der Kinder gelegen. Auch von Seiten der Eltern wird deutlich, dass der Wunsch nach einem unkomplizierten und zwanglosen Kontakt auf Gegenseitigkeit beruht. So besteht also zwischen den Mitarbeiterinnen und den Eltern der Kinder eine ehrliche und vertrauensvolle Atmosphäre, die sich auf partnerschaftlicher Ebene gestaltet. „Tür und Angel“ - Gespräche beim Bringen und Abholen werden von beiden Seiten gerne genutzt, sofern dies die Situation und der zeitliche Rahmen zulassen. Wichtige Anliegen werden so auf direktem Wege besprochen und abgeklärt und das Miteinander gepflegt.

Bei anstehenden Konfliktsituationen, die ein intensiveres Gespräch und Beratung erfordern, werden gemeinsam Gesprächstermine vereinbart, an denen so weit möglich das gesamte Gruppenteam teilnimmt. Eltern fühlen sich bei diesen Gesprächen ernst genommen und akzeptiert. Sie erfahren Wertschätzung und Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder.

Weiterhin werden Elternsprechtage angeboten. An diesen Tagen steht das gesamte Gruppenteam zum Gespräch zur Verfügung, da die Einrichtung am Elternsprechtag geschlossen bleibt. Zur Planung tragen sich die Eltern vorab im 15 Minuten-Takt in eine Liste ein. Geringe Zeitverschiebungen sind hier von den Eltern einzuplanen, da die jeweiligen Gespräche individuell zu sehen sind. Kristallisiert sich während des Gesprächs jedoch heraus, dass mehr Zeit z.B. zur Lösung eines Problems benötigt wird, wird ein weiterer separater Termin vereinbart.

Auch die stattfindenden Eltern-Kind-Nachmittage, kleinere und größere Feste und Feiern, an denen meist auch weitere Familienangehörige teilnehmen können, und auch Elternabende bieten vielfältige Möglichkeiten, sich intensiver kennen zu lernen, Ideen und Wünsche zu äußern und ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln.

2. Elternmitarbeit

Die Elternschaft ist zur Mitarbeit, beispielsweise bei anstehenden Festen oder Ausflügen bereit, sodass die Aktivitäten mit einer größeren Anzahl an Helfern geplant und durchgeführt werden kann. Ebenfalls besteht auch zu geplante Arbeitseinsätze auf dem Außengelände bei vielen der Wille zur Mitarbeit. Voraussetzung ist eine gute Absprache mit der Einrichtungsleitung, bzw. eine gemeinsame Planung des Rates der Tageseinrichtung.

Der gewählte Elternrat hat eine die Einrichtung belebende, unterstützende und in allen Bereichen fördernde Funktion und nimmt mit an den Sitzungen des Rates der Einrichtung teil. Ist ein gewählter Vertreter verhindert, nimmt dessen  Stellvertreter  teil. Gemeinsam mit den pädagogischen Kräften und 2-3 Trägervertretern wird so über aktuelle Anliegen gesprochen, über anstehende Probleme entschieden, die ein gemeinsames Handeln erfordern, und über die Aufnahmekriterien der Einrichtung beratschlagt. Der Kindergartenrat hat weiterhin die Aufgabe für eine optimale sachliche und räumliche Ausstattung Sorge zu tragen. Der Elternrat nimmt an Bewerbungsgesprächen teil und äußert seine Meinung.

 

E. Zusammenarbeit mit dem Träger der Einrichtung

Das Presbyterium der Ev. Nikolai-Kirchengemeinde sieht die Arbeit in der Kindertageseinrichtung als Teil der Gemeindearbeit. In Personalfragen und bei anstehenden Problemen werden gemeinsame Gespräche geführt und auch gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Der Träger nimmt an der pädagogischen Arbeit Anteil und zeigt Wertschätzung. Er steht hinter der pädagogischen Arbeit und es besteht so eine gegenseitige Vertrauensbasis zwischen den Mitarbeitern der Einrichtung und den Pastoren, sowie auch den Presbyterinnen und Presbytern. So weit möglich, nimmt sich der zuständige Pastor Zeit für Gespräche, sodass er stets über das Wesentliche informiert ist. Der Pastor nimmt nach Vereinbarung und bei Bedarf an Dienstbesprechungen teil. Der Träger ist Teil des Rates der Einrichtung und nimmt an entsprechenden Elternveranstaltungen teil. Es werden Vereinbarungen und Absprächen getroffen. Einmal jährlich nimmt die Leitung an einer Presbyteriumssitzung teil und berichtet über die jeweils aktuelle Situation der Kita.

Die Kinder wissen, wer der Pastor ihrer Kirchengemeinde ist. Zweimal im Jahr wird gemeinsam mit den anderen Kitas der Nikolai-Kirchengemeinde ein Kindergarten-Gottesdienst vorbereitet und durchgeführt.

Bei anliegenden Strukturveränderungen (z.B. durch veränderte Gesetzgebung) hat der Träger die Belange der Tageseinrichtung im Blick. So werden auch, wenn möglich, auf schnellstmöglichem Wege Personalangleichungen vorgenommen, sodass die Qualität der pädagogischen Arbeit auch weiterhin gesichert bleibt.

Der Träger weiß über rechtliche Handhabungsmöglichkeiten Bescheid (Genehmigung von Vertretungskräften, Personalanpassung usw.). Er gibt, wenn nötig und möglich, Hilfestellung und Unterstützung auch in Verwaltungsfragen, sodass auch auf zeitnahen, einfachen Wegen Fragen geklärt werden können.

Da die Belange der Kita dem Träger präsent und wichtig sind, unterstützt er sie mit allen ihm möglichen Mitteln (Zeit, Finanzen, Ideen, Ermutigungen, Entgegenkommen…). Durch diese Wertschätzung verhilft er der Einrichtung auch zu mehr Anerkennung auf sozialpolitischer Ebene.

 

F. Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Diensten

Wie in den Rahmendbedingungen schon dargestellt, arbeitet unsere Tageseinrichtung mal mehr und mal weniger eng mit anderen Personenkreisen und Institutionen zusammen.

Fachschule

Werden Praktikanten von uns betreut und angeleitet, so werden von den Fachschulen und entsprechend anderen Schulen Lehrer beauftragt, Kontakt mit der Einrichtung zu pflegen. Dies geschieht durch Hospitation der Lehrer oder aber durch Praxisanleitertagungen an den Fachschulen.

Grundschule

Einige Monate vor der Einschulung der Schulanfänger hospitieren wir mit diesen Kindern die erste Klasse der Grundschule am Giersberg, sodass sie an einer Unterrichtsstunde teilhaben und die Lehrer, die Lernsituation, sowie die Räumlichkeiten kennen lernen können.

Aufgrund der Bildungsvereinbarung sind auch die Grundschulen bestrebt, Kontakt zu den Tageseinrichtungen zu halten oder anzubahnen. Die Schule und Lehrer suchen nach gangbaren Wegen. Angestrebt ist in NRW, dass vor der Einschulung Gespräche zwischen Grundschule, Tageseinrichtung und Eltern stattfinden. Die Mitarbeiter sind jedoch nur dann dazu autorisiert, wenn von den Eltern eine schriftliche Entbindung der Schweigepflicht vorliegt. Gesprächsgrundlage und Gesprächshilfe sollen die Dokumentationen des Entwicklungsverlaufes während der Kindergartenzeit sein, wie auch ein von uns erstelltes Schulfähigkeitsprofil. Um diese Dokumentation durchführen zu könne, benötigt das Personal eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern.

 

Musikschule

Musikalische Früherziehung hat bei uns einen hohen Stellenwert und wir freuen uns über die Möglichkeit, dass dieses Förderangebot fachlich fundiert durch eine Lehrerin der Fritz-Busch-Musikschule in unserer Einrichtung stattfinden kann. Die Eltern der 4-5 jährigen Kinder können sich für ein Jahr dafür gegen eine Gebühr anmelden und ihre Kinder sind somit Schüler der Musikschule, mit dem Privileg, dass diese Kurse in unserer Einrichtung stattfinden. Per Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Siegen, der Musikschule und der Kindertageseinrichtungen bedeutet dies jedoch auch, dass alle anderen 4-5 jährigen Kinder an diesen Kursen als Gastkinder teilnehmen können, sodass dieses Angebot allen Kindern und somit der ganzen Einrichtung zu Gute kommt.

 

 

Therapeuten

Wird ein Kind von uns betreut, welches sich in einer Therapie befindet (z.B. Logopädie, Motopädie etc.), so nehmen wir gerne Kontakt mit dem Therapeuten auf, um die Situation des Kindes noch besser kennen zu lernen, Anregungen und Hilfestellungen zu erhalten und um gemeinsame Strategien zu entwickeln, die für das Kind hilfreich sind. Auch dies geschieht nur mit einer schriftlichen Entbindung von der Schweigepflicht auf Seiten der Eltern.

Erziehungsberatungsstellen

Erfordern besondere Probleme, die in einer Familie auftauchen, das Hinzuziehen einer Beratungsstelle, so ist das Personal gerne bereit unterstützend mitzuwirken. Besteht bei Eltern der Wunsch, dass eine pädagogische Mitarbeiterin an einem Gespräch teilnimmt, werden wir einen Termin vereinbaren, sofern auch hier wieder eine schriftliche Entbindung von der Schweigepflicht seitens der Eltern vorliegt.

Jugendamt

Bei einer Neuanmeldung, einer Abmeldung oder Ummeldung eines Kindes, sowie auch bei der Beantragung der Übernahme der Essenskosten, sieht der Verwaltungsweg vor, dass wir die entsprechend relevanten Daten an das Jugendamt weiterleiten. Die Abrechnung der Elternbeiträge geschieht zwischen den Eltern und der Stadt Siegen.

Gesundheitsamt

Einmal im Jahr führt das Gesundheitsamt eine zahnärztliche Untersuchung in unserer Einrichtung durch. Die Zahnärztin nimmt an einem Stuhlkreis der Kinder teil, um mit ihnen Gespräche über gesunde Ernährung, Zahnhygiene und Zahnerkrankungen zu führen. Nach dem Einüben der exakten Zahnpflege wird die Untersuchung durchgeführt. Das Ergebnis bekommen die Eltern schriftlich mitgeteilt.

G. Öffentlichkeitsarbeit

Eine Home Page, die über die Internetseite der Ev. Nikolai-Kirchengemeinde einzusehen ist, ist derzeit im Aufbau. Ebenso können Informationen über den Kita-Navigator der Stadt Siegen bezogen werden.  Vereinzelt nehmen wir Möglichkeiten der Presse in Anspruch, um auf Veranstaltungen hinzuweisen oder diese in Zeitungsartikeln zu veröffentlichen.

 

H. Qualitätsmanagement

Unsere Einrichtung ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000. Das Qualitätsmanagement des Kirchenkreises Siegen Wittgenstein bietet uns eine wichtige Grundlage und schreibt den Qualitätsstandart unserer pädagogischen Arbeit fest, sodass eine Evaluation der Prozesse gegeben ist. Einzelne Bereiche, wie z.B. die pädagogische Arbeit und die Personalentwicklung, sind in der vorliegenden Konzeption näher beschrieben und erläutert.

Abschließende Gedanken

Die vorangegangenen Rahmenbedingungen bieten einen Schutzraum, innerhalb dessen sich unsere „Wirbelwinde“ als unverwechselbare und einmalige Geschöpfe Gottes gemäß ihrer Potentiale  entfalten können; - mit der notwendigen Orientierung und Konsequenz, jedoch auch in aller Liebe und Freiheit.

Wir wünschen allen Kindern, dass sie sich in unserer Einrichtung geborgen und „zu Hause“ fühlen, allen Eltern, dass sie uns Mitarbeitern mit einem guten „Bauchgefühl“ und gutem Gewissen ihr Wertvollstes anvertrauen können und allen Mitarbeitern, dass sie sich in unserem großen Team als wertvolles Mitglied und Teil einer eng zusammenarbeitenden Gemeinschaft erfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand: 17. Februar 2016